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Workcamps

Helfen und 'ne schöne Zeit verbringen!

Nach unserer Schätzungen brauchen wir – zusätzlich zum Eigenkapital der Familie Reichhelm/Mühe, das zu großen Teilen in den Erwerb des Grundstücks und die Sanierung des alten Bauernhauses fließt – ca. 760.000 Euro, um die Gebäude und das Gelände herzurichten und zu gestalten. Der DDR-Charme dabei soll nicht verschwinden, aber künstlerisch-kulturell angereichert werden. Insgesamt soll es zwar nicht chic werden, aber die Bungalows müssen modernisiert, wärmeisoliert und mit Duschen ausgestattet werden. Es soll ein Veranstaltungshaus und Café entstehen, auch um die sozialkulturelle Infrastruktur der Region zu bereichern, das Duschhaus muss heutigen Ansprüchen angepasst werden und nicht zuletzt muss die Finnhütte gründlich saniert werden. Wir haben eine sehr engagierte und kompetente Bauingenieurin und einen ebenso engagierten und kompetenten Architektenan aus Borkow an unserer Seite, die für und mit uns planen und uns davor bewahren, übers Ohr gehauen zu werden. Mit ihrer Hilfe werden wir unser Geld sinnvoll einsetzen können. Dennoch brauchen wir Fördergelder, um unseren Vorstellungen näher zu kommen.

Und wir brauchen viele Hände, die Aufbauhilfe leisten und die sich ehrenamtlich engagieren! Anders ist es für uns als Verein und als Innewohnende nicht denkbar, ein gemeinnütziges Projekt zum Leben zu erwecken und mit Leben zu füllen und anders ist es eben auch praktisch nicht mach- und finanzierbar. Vom 13. April bis 27. April fand in Schlowe auf der »Insel« das erste Workcamp statt, das dem Entmüllen und Sortieren gewidmet war, denn leider fanden wir das Projekt nicht in besenreinem Zustand vor. Mit knapp 30 beteiligten Menschen aller Altersgruppen war diese Aktion mit dem Credo »Socialize And Work!« ein überwältigender Erfolg. Nicht nur, dass wir mehr geschafft haben, als wir uns erträumen konnten. Überdies haben wir auch eine an einem geteilten Zweck orientierte Gemeinschaft gebildet, die allen Beteiligten gleichzeitig viel Raum zum Ausleben individueller Bedürfnisse und Arbeitstempi geben konnte.

Auf diese Weise erhoffen wir uns weitere Workcamps und helfenden Besuche: Um voran zu kommen im Ausbau und mit freundlichen und engagierten Menschen Zeit zu verbringen. Aber auch jenseits vom Bauen haben wir Bedarf an Insel-Begabungen. Wir brauchen zukünftig Menschen, die im Café Espresso brauen und Bier ausschenken, Veranstaltungen begleiten, Großputze veranstalten, Seminare anbieten, Holz hacken, Essen kochen… Vielleicht braucht der Betrieb irgendwann auch bezahlte Helfer*innen, aber so viel als möglich würden sich die Innenwohnenden in ihrer Arbeit gerne von Ehrenamtlichen unterstützen lassen.

Welche Art von Unterstützung gerade benötigt wird, werden wir hier veröffentlichen! Wichtig ist uns, dass es zu keiner bürokratischen Überregelung des Ehrenamts kommt und sie nicht als billige Arbeitskräfte instrumentalisiert werden. Sich ehrenamtlich zu engagieren heißt in unserer Vorstellung mehr, als pflichtschuldig und fremdbestimmt Dienste zu absolvieren, sondern einen Raum für die Selbstverwirklichung im Kollektiv zu haben und zu gestalten. Der Platz soll auch für Mitglieder ein Rückzugspunkt sein; daher können Unterstützer*innen kostenlos im Projekt übernachten.

Unsere Aufräum-, Sanierungs- und Bauvorhaben im Jahr 2019 lauteten:

  • Renovierung des Badehauses für Damen*, insbesondere der Toliettenabteilung (Kloreparaturen, neue Türgriffe und -riegel, Holzeinbauten lackieren und Wände streichen).
  • Küche weiterentwickeln (Wände einreißen / Geräte neu ordnen, E-Herd anschließen.
  • Altgeräte aus dem Finnhaus-Keller entfernen, Waschmaschine anschließen
  • Glätten des Bodens hinter den jetzigen Hütten 33 und 34 und Einrichten der neuen Lagerfeuerstelle.
  • Funktionshütten mit Falu-Rödfärg, Wohnbungalows mit Holzlasur streichen.
  • Ausräumen der zukünftigen Bastelhütte.
  • Gründliche (!) Sanierung des Wohnhauses, sodass Sabine Reichhelm und Jens Mühe dort bald einziehen können.

Die Teiilnahme an Arbeitseinsätzen bedeutet immer, dass du keine Übernachtungskosten hast und für das Essen lediglich 7,- / Tag / Person in die Kasse werfen solltest. 

Details werden zu gegebener Zeit an dieser Stelle veröffentlicht. Anmelden könnt ihr euch für Workcamps, genau wie für kostenpflichtige Unterbringungsformen im Reisebüro. Wenn ihr mit dem Zug oder Bus anreist, holen wir bereitwillig gegen eine geringe Fahrtkostenbeteiligung mit unserem Projektbus vom Bahnhof ab!

Nachtrag am 22.8.2019:

Will mal so sagen: Wir machen Fortschritte! Aber nicht alles konnte bisher schon umgesetzt werden und z.T. verschieben sich aufgrund neuer Erkenntnisse die Prioritäten. Die Vollverpflegung und die Betreuung von Gästen nehmen mehr Zeit in Anspruch, als wir das vorher antizipiert hatten. Kleine Workcamps sind weniger effektiv, als unsere beiden Großaktionen in den Osterferien und an Himmelfahrt. Aber wir sind guten Mutes und wir lernen täglich dazu!

Das nächste Workcamp ist für die Osterferien 2020 angedacht!