Bau I: Scheunen zu Kulturhäusern!

Am 10. Oktober 2022 ging es los. Zuerst wurde das marode Dach und anschließend der vordere Anbau abgerissen. Dann wurde ein neues, gedämmtes Dach auf die Grundmauern gesetzt. Die Hälfte des abgerissenen Anbaus ist nun eine Außenterrasse. Noch im Dezember bekam der neue Gastraum 6 neue Fenster und eine neue Außentür. Im Februar begannen die Graberabeiten für den neuen Fußboden mit Heizung und Estrich, die im März installiert wurden. Während unseres Workcamps kurz vor Ostern sorgte das Trockenheizen des Estrichs erstmals für eine gemütliche Atmosphäre im Café, obwohl die Einrichtung erst Mitte Mai stückweise reinstalliert werden konnte. Vorher musste ja Ausgleichsmasse aufgebracht und das Linoleum verlegt werden. Das passierte Anfang Mai. Im selben Zeitraum haben wir auch die Terrasse mit Polygonalplatten gefliest und anschließend verfugt.

Unterdessen hatten schon im Dezember 2022 die Abrissarbeiten im Kulturhaus begonnen. Zunächst haben wir die in den sechziger Jahren eingezogene Decke und mehrere Wände entfernt. Einiges musste aber noch stehen bleiben, bis im März, wie von der Baugenehmigung des Landkreis Ludwigslust-Parchim vorgeschrieben, vier Stahlbetonpfeiler eingebaut worden waren, um die Statik der alten Scheune zu sichern. Während eines Osterworkcamps des JKBBS e. V. wurden die letzten Wandreste entfernt und der Unterbeton durch Erdarbeiten vorbereitet. Die Zimmermannsarbeiten am Dachstuhl und an der neuen wärmeisolierten und brandgeschützten Hallendecke fanden im April und Mai statt. 

Ein zweites Workcamp legte an zwei Tagen mit gemeinsamen Kräften den Unterbeton. Im Juni und Juli wurden schließlich noch die Brandschutz- und Fluchttüren und zwei Holzfenster eingebaut sowie zukünftig nicht mehr benötigte Fenster- und Türöffnungen zugemauert. Damit war der Saal im Rohbau fertig. Eine erste provisorische Nutzung fand während des Lagerfeuerliederfestivals statt.

Diese erste Bauhase im Kulturhaus und im Café wurde etwa zur Hälfte aus Eigenmitteln (Einnahmen, Kredite, Spenden) und zur anderen Hälfte aus Strategiefonds-Mitteln des Lands Mecklenburg-Vorpommern finanziert.