Weblog von Jens Mühe

Where My Books Are There's My Castle

Wir ziehen um! Stück für Stück, Ladung für Ladung wandern unsere Habseligkeiten nach Schlowe. Zunächst in ein Provisorium, denn der Bauantrag für unsere künftige Heimstätte ist noch in Vorbereitung. Aber dieses Provisorium muss einen Winter halten und uns ein Zuhause bieten. In den dunklen Monaten will ich an meiner Dissertation arbeiten. Und deshalb stehen meine Fachbücher jetzt aufgereiht in den alten Billy-Regalen in meinem Interims-Arbeitszimmer und warten darauf, von mir gezogen und rezipiert zu werden. Where my books are there's my xastle.

Hans Berger macht kollektiv Theater

Für ihr Stück »Leere. Wiese« machte das Kollektiv Hans Berger des Berliner Jugendtheaters Strahl eine selbstorganisierte Gruppenreise vom 26. - 28. Juni auf die »Insel«. Geprobt wurde auf der zum Dorf gehörenden Freilichtbühne, gekocht und gegessen im Finnhaus.

In dem Stück geht es um verschiedene Arten der Einsamkeit: Durch Ausgestoßensein, durch oberflächliche Beziehungen, in denen die Menschen einander nicht wirklich begegnen, durch Trennungen und Verlassenwerden. Requisiten: Ein Tisch und ein OH-Projektor. 

31.8.: Handlungsalternativen im globalisierten Kapitalismus. Vortrag und Diskussion

Guido Krüßmann, aktives Gründungsmitglied des JKBBS e.V., Dipl. Ing. und Umwelttechniker, beschäftigt sich u.a. mit der Frage, wie wir unser Konsum- und Kommunikationsbedürfnisse auf Produkte lenken können, deren Hersteller nicht primär auf das große Geld aus sind. Nachaltig(er) produzierte Smartphones, weniger kapitalistische Banken, Suchmaschinen die unsere Datenhoheit beachten, Stromanbieter deren Strom ausschließlich aus regenerativen Energien kommen etc. pp.

Baufortschritte I: Dusch- und Selbstversorgerhaus

Wenn von 10 Toiletten für »Damen« nur noch zwei benutzbar sind. Der Raum in einer optimistischen Steingrau-Optik daherkommt, die wenigen Fenster mit weißer Farbe bekliert sind. Wenn die Selbstversorgerküche einem lost place gleicht, von unterschiedlichsten alten Tellern auf hohen Stapeln dominiert wird. Wenn sinnlose Schleppdächer die Außenansicht dominieren. Wenn aber gleichzeitig die Bausubstanz des Gebäudes vergleichweise gut ist. Dann ist das ein möglicher Ausgangspunkt für Renovierungs- und Verschönerungsarbeiten. Auf ein Wohnhaus müssen wir noch warten.

Alte Gräben überwunden

Das Verhältnis zwischen der Schlowener Bevölkerung und der »Insel der Kormorane« war in den letzten Jahren, nun ja, angespannt, dieser Ausdruck ist vermutlich nicht übertrieben. Das lag nicht in erster Linie am Kinderring Berlin, sondern eher an dessen ehemaligen Beschäftigten vor Ort. Diese Zerrüttung war für uns als Neubetreiber*innen (Verein und Innewohnende) allerdings eine Steilvorlage.

Dickes LUP

Seit dem 15. August haben wir unsere Fahrzeugflotte (Vereinsbus und Privatauto) von »B« auf »LUP« umgestellt und segeln jetzt unter mecklenburgischer Flagge!

Im »Dorfblatt«: Johanna H. interviewt Jens M.

»Frischer Wind im Feriendorf in Schlowe

Es tut sich etwas im Feriendorf Insel der Kormorane in Schlowe: Ein neuer Verein mit Familie Reichhelm/Mühe an der Spitze will mit vielen Ideen, großem Elan und besonderen Angeboten vor allem Kinder und Jugendliche, aber auch Einheimische und Gäste auf das Gelände am Kleinpritzer See locken. Über die Vorhaben sprach Johanna Hermann für das Dorfblatt mit dem Vereinsvorsitzenden Jens Mühe.

1. Lagerfeuerliederfestival am 3. August 2019

Der Tag war stressig. Da unsere eigentliche Lagefeuerstelle derzeit unter Wasser steht, mussten wir eine neue finden, mähen und einrichten. Suppe musste gekocht und ein Verkaufsstand für Getränke und Suppen aufgebaut und illumniert werden. Und die Leitfrage dab ei war: Was machen wir das alles für uns, Janna, Jilka, Sabine und mich? Wer wird kommen und woher? Kommt der Rote Hering aus Rostock doch? Treffen unerwartete Vereinsmitglieder ein? Werden Jugendliche aus dem Landkreis zu uns finden? Am Ende waren es zeitweilig ca. 30 überwiegend betagtere Menschen aus Schlowe und Sternberg.

Dachschaden

Ich bin mir mal aufs Dach gestiegen! Die »Insel« hat derzeit 34 Bungalow-Dächer. Noch ist nicht ganz klar, wie viele davon weichen werden und welche grundlegend restrukturiert werden (Wir denken derzeit über ca. 8 Bungalows für die ganzjährige Nutzung und 6 Hütten im Biwak-Stil (kein Strom, kein WC, dafür Holzkojen mit Heu) nach, nebst Funktionshütten . Eines wurde jedoch durch den wiederholten Starkregen Ende Juli deutlich: Wenn wir jetzt nichts für die Dächer tun, halten sie das Wasser weiterhin nicht davon ab, sturzbachartig in die darunterligenden Räume zu fließen.

Reißen wir die Mauern ein, die uns trenn'

Himmelfahrt-Kommando räumt auf. In kürzester Zeit 2 Workcamps - Kann das gut gehen? Werden die Leute nicht schlapper und unmotivierter sein? Könnte sein, aber wo haben das komplette Gegenteil erfahren. Ob es ums Trecker fahrn und mähen, Herde anschließen, Lsgerfeuerstellen einrichten, WC-Türen vorlackieren, Kochen, Wände einreißen etc. ging - Es ging voran! Es kann kein Zweifel sein, dass in Schlowe in wenigen Wochen derzeit mehr passiert als in den letzten, sagen wir 30 Jahren. Was uns ja auch die Schlowener*innen bestätigen.

Seiten

RSS - Weblog von Jens Mühe abonnieren